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Islamische Zeit

In späterer Zeit hören wir fast nur noch aus islamischen Quellen vom Berg Cudi in Verbindung mit der Arche Noah. Zum Beispiel hier: »Von Jazirah Ibn Omar [Cizre] aus war der Jabal Cudi gegen Osten hin sichtbar, mit der Moschee des Noah auf seinem Gipfel.« (Guy Le Strange: The Lands of the eastern caliphate, 1905)

Al-Mas‘udi schreibt im 10. Jahrhundert: »Die Stelle an dem das Schiff gelandet ist – auf dem Gipfel dieses Berges – kann heute noch gesehen werden.« (zitiert bei Bill Crouse: Bible and Spade)

Claudius James Rich vermerkt im frühen 19. Jahrhundert: »Hussein Aga behauptete mir gegenüber, dass er mit seinen eigenen Augen die Überreste der Arche Noah gesehen hat. Er ging in ein christliches Dorf, von wo ein steiler Weg zum Gipfel anstieg, eine Stunde zu gehen. Dort oben sah er die Überreste eines großen Schiffs aus Holz, fast vollständig verrottet, mit einem Fuß [30 cm] langen Nägeln, die noch erhalten waren.« (zitiert bei Bill Crouse: Bible and Spade)

Wie schon Baumgarten erwähnte, vermute auch ich, dass mit der Zerstörung des Klosters und vielleicht sogar eines Großteils der bis dahin noch relativ intakten Arche der Pilgerstrom zum Berg Cudi jäh abgebrochen ist und in der Folge – zugleich auch mit der Ausbreitung des Islam – die Christen, vor allem die Armenier, auf ihrem Rückzug nach Norden die Traditionen von der Sintflut auf einen anderen Berg projiziert haben. Dieser Berg war viel höher, gewaltiger und wahrscheinlich schon in vorchristlicher Zeit ein heiliger Berg: Der Berg Ararat mit einer Höhe von über 5000 Metern. Die Araber drangen 640 nach Armenien vor und erstürmten im Oktober die Hauptstadt Dvin. Die Armenier wurden nach Norden gedrängt und haben vermutlich den Landeplatz der Arche einfach »mitgenommen«.


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