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Mythos einer Katastrophe

Der Einführungstext aus dem Film »Die Arche Noah und das Rätsel der Sintflut« von Jens-Peter Behrend zeigt, wie sehr das Thema auch die Menschen in unserer »aufgeklärten« Gesellschaft noch fasziniert:

»Die Sintflut. Die erste Katastrophe in der Geschichte der Menschheit. Ein Schiff – so schreibt die Bibel – rettet alles Leben vor dem Untergang: die Arche Noah. Wie wahr ist diese Überlieferung? Hat man Beweise von dem Ereignis gefunden? Nach der Bibel strafte Gott die Menschen, weil Bosheit unter ihnen herrschte. Was sagen andere Schriften? Was moderne Technologie? In welcher Region unserer Erde hat sich die Naturkatastrophe zugetragen? Meeresuntersuchungen sollen Aufschluss geben. Jeder Spur gehen die Experten nach. Rätsel wie die Sintflut beschäftigen seit Jahrhunderten Naturwissenschaftler, von den Überlieferungen angelockte Abenteurer und Archäologen. Ihr Ziel: sich ein Bild zu machen von der dramatischen Katastophe aus mythischer Zeit.«

Der Film wurde 2006 im Auftrag des ZDF produziert und er untersucht den Zusammenhang der alten Überlieferungen mit den Abenteuern von bekannten Arche-Suchern wie Friedrich Parrot, Fernand Navarra oder einem Mönch namens Jakob sowie den geologischen Vorgängen am Schwarzen Meer, die in jüngster Vergangenheit von manchen Wissenschaftlern als historischer Kern der Sintflut angesehen werden.

Auch in der Zeitschrift »National Geographic Deutschland« wurde die Sintflut jüngst thematisiert: In der Ausgabe Mai 2008 heißt es: »Als das Wasser kam – Weshalb Forscher meinen, dass es die große Flut tatsächlich gab. […] Die Flut hinterlässt eine zerstörte Landschaft, hier die Küste von Aceh nach dem Tsunami zu Weihnachten 2004. Einigen Theorien zufolge könnte eine solche Welle, ausgelöst durch einen Meteoriteneinschlag, einst die Sintflut ausgelöst haben.«

Die Bibel wird hier nicht wörtlich genommen. Als Fazit schreibt der Autor des Artikels, Christian Schüle: »Schriftgelehrte schaffen die Legende vom Volk Israel, das schlecht gehandelt hat. Die Babylonische Gefangenschaft wird als Strafe für die eigene Schuld betrachtet, für das Vergehen gegen die Gesetze. Gott war nichts anderes übrig geblieben, als den Untergang herbeizuführen: die Vernichtung allen Lebens in der Sintflut. Die Geschichte Israels wird zur Dekadenzgeschichte, zur Geschichte des Abfalls der Kinder Gottes von ihrem Vater. Dieser moralisch-theologische Faden der Schuld und Sühne wird in die mitgebrachten Erzählungen von einer großen Flut eingewoben.«


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